Themenvorschläge für Abschlussarbeiten
Radverkehr
Das Radverkehrsaufkommen kann je nach Wetterbedingungen, Tageszeit, Jahreszeit und anderen zeitlichen Faktoren erheblich schwanken. An der Schnettkerbrücke in Dortmund wird der Radverkehr seit 2018 kontinuierlich erfasst. Die Zählstelle liegt an einer wichtigen Radverkehrsverbindung zur TU Dortmund und liefert richtungsbezogene Fahrradzählungen in hoher zeitlicher Auflösung.
Wir laden Sie ein, in Ihrer Masterarbeit die zeitliche Entwicklung der Radverkehrsnachfrage an der Schnettkerbrücke zu untersuchen. Als Datenquellen können Sie die über das Dortmunder Open-Data-Portal bereitgestellten Fahrradzähldaten nutzen und mit Wetter- und Kalenderdaten kombinieren. Die Untersuchung soll uns helfen, besser zu verstehen, welche Faktoren die beobachtete Radverkehrsnachfrage prägen und wie sich diese Zusammenhänge im Laufe der Zeit verändert haben.
Wir stellen die folgenden zentralen Fragen:
- Wie variiert der Radverkehr an der Schnettkerbrücke nach Tageszeit, Wochentag, Jahreszeit und Fahrtrichtung?
- Wie beeinflussen Wetterbedingungen wie Temperatur, Niederschlag und Wind das Radverkehrsaufkommen?
- Unterscheiden sich die Auswirkungen des Wetters zwischen Pendelzeiten und anderen Tageszeiten?
- Wie hat sich die Radverkehrsnachfrage seit Beginn der Beobachtungen entwickelt, und lassen sich langfristige Trends oder strukturelle Veränderungen erkennen?
- Welche zusätzlichen Erkenntnisse lassen sich aus der Kombination von Fahrradzählungen mit zeitlichen und umweltbezogenen Daten gewinnen?
Dafür stellen wir Ihnen die folgenden Ressourcen zur Verfügung:
- Zugang zu den historischen Fahrradzähldaten der Schnettkerbrücke
- Zugang zu relevanten offenen Wetter- und Klimadaten
- Unterstützung bei der Identifizierung zusätzlicher Kalender- und Kontextdaten, sofern erforderlich
- Anleitung bei der Datenaufbereitung und quantitativen Analyse
- Regelmäßige Betreuung während der Masterarbeit
Was wir von Ihnen erwarten:
- Erste Erfahrungen mit quantitativer Datenanalyse
- Interesse am Radverkehr und am Mobilitätsverhalten
- Grundkenntnisse statistischer Methoden
- Erfahrungen mit R, Python oder vergleichbarer Software sind von Vorteil
- Bereitschaft, selbstständig mit Zeitreihendaten zu arbeiten und geeignete Analysemethoden zu erkunden
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Gele Yite, die die Betreuung übernehmen werden.
E-Bikes und Pedelecs sind in deutschen Haushalten zunehmend verbreitet und können das Radfahren über längere Strecken und für ein breiteres Spektrum alltäglicher Aktivitäten ermöglichen. Die Verfügbarkeit eines E-Bikes bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es häufig genutzt wird oder dass zuvor mit dem Auto zurückgelegte Wege ersetzt werden.
Wir laden Sie ein, in Ihrer Masterarbeit den Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von E-Bikes und dem tatsächlichen Mobilitätsverhalten in Dortmund zu untersuchen. Als Datenquelle können Sie die Mikrodaten der Mobilitätsbefragung Dortmund 2019 nutzen, die Informationen auf Haushalts-, Personen- und Wegeebene enthalten. Die Daten ermöglichen es, die Verfügbarkeit von E-Bikes mit individuellen Merkmalen und der tatsächlichen Verkehrsmittelwahl zu verknüpfen.
Wir stellen die folgenden zentralen Fragen:
- Welche Merkmale von Haushalten und Personen stehen mit dem Besitz eines E-Bikes in Zusammenhang?
- Unter welchen Bedingungen wird ein verfügbares E-Bike tatsächlich für Alltagswege genutzt?
- Wie unterscheiden sich Wege mit dem E-Bike hinsichtlich Entfernung und Wegezweck von Wegen mit dem herkömmlichen Fahrrad und dem Auto?
- Wie hängt die Verfügbarkeit eines Autos mit der Nutzung eines verfügbaren E-Bikes zusammen?
- Bei welchen Gruppen ist der Unterschied zwischen E-Bike-Verfügbarkeit und tatsächlicher E-Bike-Nutzung besonders groß?
- Welche zusätzlichen Erkenntnisse über das E-Bike-Mobilitätsverhalten lassen sich aus der Kombination von Haushalts-, Personen- und Wegedaten gewinnen?
Dafür stellen wir Ihnen die folgenden Ressourcen zur Verfügung:
- Zugang zu den öffentlich verfügbaren Daten der Mobilitätsbefragung Dortmund 2019
- Datensätze auf Haushalts-, Personen- und Wegeebene
- Dokumentation und Hintergrundinformationen zur Mobilitätsbefragung
- Unterstützung bei der Verknüpfung und Aufbereitung der verschiedenen Datensätze
- Anleitung zu geeigneten quantitativen Analysemethoden
- Regelmäßige Betreuung während der Masterarbeit
Was wir von Ihnen erwarten:
- Interesse an Mobilitätsverhalten und Radverkehrsforschung
- Erste Erfahrungen mit quantitativer Datenanalyse
- Grundkenntnisse statistischer Methoden
- Erfahrungen mit R, Python, SPSS oder vergleichbarer Software sind von Vorteil
- Bereitschaft, Zusammenhänge zwischen Mobilitätsressourcen, individuellen Merkmalen und tatsächlichem Mobilitätsverhalten zu untersuchen
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Gele Yite, die die Betreuung übernehmen werden.
Pedelecs sind zu einem zunehmend wichtigen Bestandteil des Radverkehrs in Deutschland geworden. Ihre Rolle in der Alltagsmobilität kann sich jedoch zwischen Metropolräumen, suburbanen Gebieten, kleineren Städten und ländlichen Regionen erheblich unterscheiden. Längere Wege, die Verfügbarkeit von Autos, das Angebot des öffentlichen Verkehrs und Siedlungsstrukturen können beeinflussen, ob Pedelecs zu einer relevanten Alternative zu herkömmlichen Fahrrädern oder motorisierten Verkehrsmitteln werden.
Wir laden Sie ein, in Ihrer Masterarbeit die räumlichen Unterschiede bei der Pedelec-Nutzung in Deutschland zu untersuchen. Als Datenquelle können Sie die Studie Mobilität in Deutschland 2023 (MiD 2023) nutzen, die detaillierte Informationen zum individuellen Mobilitätsverhalten mit regionalen Raumtypologien wie der RegioStaR-Typologie verbindet. Die Analyse soll uns helfen, besser zu verstehen, wo Pedelecs in der Alltagsmobilität eine wichtige Rolle spielen und wie sich ihre Nutzung zwischen räumlichen Kontexten unterscheidet.
Wir stellen die folgenden zentralen Fragen:
- Wie unterscheidet sich die Pedelec-Nutzung zwischen metropolitanen, städtischen, suburbanen und ländlichen Räumen?
- Wie unterscheiden sich Wegelängen und Wegezwecke bei Pedelec-Wegen zwischen räumlichen Kontexten?
- Unterscheidet sich die Rolle von Pedelecs im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern und Autos zwischen verschiedenen Raumtypen?
- In welchen räumlichen Kontexten sind Pedelecs besonders relevant für Wege mittlerer Länge?
- Welche individuellen, haushaltsbezogenen und räumlichen Merkmale stehen mit diesen Unterschieden in Zusammenhang?
Dafür stellen wir Ihnen die folgenden Ressourcen zur Verfügung:
- Dokumentation und Codebücher zur Studie Mobilität in Deutschland 2023
- Unterstützung bei der Identifizierung relevanter Haushalts-, Personen-, Wege- und Raumvariablen
- Unterstützung bei der Beantragung des Zugangs zum MiD-2023-B1-Standarddatensatz über die BASt
- Anleitung bei der Datenaufbereitung und quantitativen Analyse
- Regelmäßige Betreuung während der Masterarbeit
Bitte beachten Sie, dass der MiD-2023-B1-Datensatz nicht unmittelbar als frei zugänglicher Open-Data-Download verfügbar ist. Der Zugang muss für wissenschaftliche Forschungszwecke beantragt werden. Wir unterstützen Sie beim Antragsverfahren.
Was wir von Ihnen erwarten:
- Interesse an Mobilitätsverhalten, Radverkehr und räumlichen Unterschieden in der MobilitätErste Erfahrungen mit quantitativer Datenanalyse
- Grundkenntnisse statistischer Methoden
- Interesse an der Arbeit mit großen Befragungsdatensätzen
- Erfahrungen mit R, Python, SPSS oder vergleichbarer Software sind von Vorteil
- Bereitschaft, das Zusammenspiel von räumlichen Strukturen und individuellem Mobilitätsverhalten zu untersuchen
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Gele Yite, die die Betreuung übernehmen werden.
Die Entscheidung einer Person, mit dem Fahrrad zu fahren, wird nicht nur von individuellen Merkmalen und Bedingungen der jeweiligen Wege beeinflusst, sondern auch davon, wie sie die örtliche Radverkehrsumgebung wahrnimmt. Diese Wahrnehmungen können sich zwischen Großstädten, suburbanen Gebieten, kleineren Städten und ländlichen Regionen erheblich unterscheiden. Zugleich können ähnliche Bewertungen der Radverkehrsbedingungen je nach räumlichem Kontext mit sehr unterschiedlichem Mobilitätsverhalten einhergehen.
Wir laden Sie ein, in Ihrer Masterarbeit den Zusammenhang zwischen wahrgenommenen Radverkehrsbedingungen, räumlichem Kontext und tatsächlichem Radverkehrsverhalten in Deutschland zu untersuchen. Die Studie Mobilität in Deutschland 2023 (MiD 2023) enthält Informationen zur üblichen Häufigkeit der Fahrradnutzung, zu Bewertungen der örtlichen Radverkehrsbedingungen, zu individuellen und haushaltsbezogenen Merkmalen, zum tatsächlichen Wegeverhalten und zu regionalen Raumtypen.
Wir stellen die folgenden zentralen Fragen:
- Wie unterscheiden sich die Wahrnehmungen der örtlichen Radverkehrsbedingungen zwischen Raumtypen?
- Wie stark hängt die wahrgenommene Qualität der Radverkehrsumgebung mit der Häufigkeit der Fahrradnutzung zusammen?
- Unterscheidet sich dieser Zusammenhang zwischen metropolitanen, suburbanen und ländlichen Räumen?
- Fahren Personen, die die örtlichen Radverkehrsbedingungen ähnlich bewerten, in unterschiedlichen räumlichen Kontexten mit der gleichen Wahrscheinlichkeit Fahrrad?
- Welche Rolle spielen dabei Faktoren wie die Verfügbarkeit eines Fahrrads oder Pedelecs, die Verfügbarkeit eines Autos, das Alter und Haushaltsmerkmale?
- Welche zusätzlichen Erkenntnisse lassen sich durch den Vergleich geäußerter Wahrnehmungen mit beobachtetem Wegeverhalten gewinnen?
Dafür stellen wir Ihnen die folgenden Ressourcen zur Verfügung:
- Dokumentation und Codebücher zur Studie Mobilität in Deutschland 2023
- Zugang zu Informationen über die Häufigkeit der Fahrradnutzung, wahrgenommene Radverkehrsbedingungen, Mobilitätsressourcen, Wegeverhalten und regionale Raumtypologien
- Unterstützung bei der Beantragung des Zugangs zum MiD-2023-B1-Standarddatensatz über die BASt
- Anleitung zur Kombination von Personen-, Haushalts-, Wege- und Rauminformationen
- Regelmäßige Betreuung während der Masterarbeit
Bitte beachten Sie, dass der MiD-2023-B1-Datensatz nicht unmittelbar als frei zugänglicher Open-Data-Download verfügbar ist. Der Zugang muss für wissenschaftliche Forschungszwecke beantragt werden. Wir unterstützen Sie beim Antragsverfahren.
Was wir von Ihnen erwarten:
- Interesse an Mobilitätsverhalten, Radverkehr und Wahrnehmungen von Mobilität
- Erste Erfahrungen mit quantitativer Datenanalyse
- Grundkenntnisse statistischer Methoden
- Interesse an der Analyse von Zusammenhängen zwischen Einstellungen, räumlichem Kontext und beobachtetem Verhalten
- Erfahrungen mit R, Python, SPSS oder vergleichbarer Software sind von Vorteil
- Bereitschaft, selbstständig geeignete Analyseansätze zu entwickeln und zu prüfen
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Gele Yite, die die Betreuung übernehmen werden.
Elektromobilität
Nur als Bachelorarbeit geeignet
Diese Arbeit untersucht, ob öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge in der Nähe von Zielen liegen, an denen Menschen üblicherweise Zeit verbringen, beispielsweise Supermärkte, Einkaufszentren, Arbeitsplätze, Hochschulen, Schulen, Sporteinrichtungen, Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen und Freizeitangebote.
Mögliche Forschungsfragen
Welche Arten von Alltagszielen befinden sich besonders häufig in der Nähe öffentlicher Ladestationen?
Welche Zielkategorien verfügen über vergleichsweise wenige nahegelegene Lademöglichkeiten?
Welche Gebiete oder Zielkategorien sollten in der zukünftigen Ladeinfrastrukturplanung priorisiert werden?
Verfügbare Daten
Geodaten zu Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Dortmund im Jahr 2026
Point-of-Interest-Daten, beispielsweise Geschäfte, Supermärkte, Schulen, Arbeitsplätze, Krankenhäuser, Freizeiteinrichtungen und öffentliche Einrichtungen
Optional: Flächennutzungsdaten und Daten zu Haltestellen des öffentlichen Verkehrs
Erwartete Kenntnisse und Ergebnisse
Interesse an nachhaltigem Verkehr, Elektromobilität, GIS oder urbaner Raumanalyse
GIS-Kartierung und Pufferanalyse, beispielsweise mit fußläufigen Distanzen von 300 m, 500 m und 800 m
Vergleich der Erreichbarkeit von Ladestationen für verschiedene Zielkategorien
Karten und praxisorientierte Empfehlungen für eine zielorientierte Ladeinfrastrukturplanung
Verwandte Referenzen
Csiszár, C., Csonka, B., Földes, D., Wirth, E., & Lovas, T. (2019). Urban public charging station locating method for electric vehicles based on land use approach. Journal of Transport Geography, 74, 173-180.
Teng, D., Tang, J. H. C. G., Ma, R., Yang, X., & Zhuge, C. (2026). A global insight into integration of metro and electric vehicle charging stations. Sustainable Cities and Society, 107217.
Betreuung
Es findet ein Betreuungsgespräch pro Monat statt. Bei Fragen können Studierende die Betreuenden zusätzlich per E-Mail kontaktieren.
Interessiert? Bitte kontaktieren Sie vpl.rp@tu-dortmund.de, Sascha von Behren oder Justin Hayse Tang.
Nur als Masterarbeit geeignet
Diese Arbeit untersucht, wie Merkmale der gebauten Umwelt mit der öffentlichen Ladenachfrage von Elektrofahrzeugen zusammenhängen. Ladevorgangsmuster werden mit der umgebenden Flächennutzung, Bevölkerung, Erreichbarkeit und Points of Interest verglichen.
Mögliche Forschungsfragen
Wo und wann ist die öffentliche Ladenachfrage am höchsten?
Wie hängen Ladehäufigkeit, geladene Energiemenge, Parkdauer und Ladedauer mit der gebauten Umwelt zusammen?
Zeigen Wohn-, Gewerbe-, Arbeits-, Freizeit- und verkehrlich gut angebundene Gebiete unterschiedliche Muster der Ladenachfrage?
Welche Merkmale der gebauten Umwelt stehen am stärksten mit der Ladenachfrage in Zusammenhang?
Verfügbare Daten
Dreimonatige Daten zu Ladevorgängen in Frankfurt am Main und München im Jahr 2026
Deutschlandweite Point-of-Interest (POI) Daten
Erwartete Kenntnisse und Ergebnisse
Interesse an Verkehrsplanung, Stadtanalyse, Elektromobilität oder räumlicher Datenanalyse
Kenntnisse in Python, R, GIS oder statistischer Modellierung sind hilfreich
Empirische Analyse der Ladenachfrage und der Merkmale der gebauten Umwelt mit Implikationen für die Ladeinfrastrukturplanung
Verwandte Referenzen
Zheng, W., & Lee, D. H. (2025). The spatio-temporal relationship between electric vehicle charging demand and land use: Insights from Chinese metropolitan areas. Journal of Transport Geography, 129, 104421.
Kwon, K. (2025). Investigating the characteristics of public electric vehicle charging station: A case study of California. Transport Policy, 166, 101-107.
Betreuung
Es findet ein Betreuungsgespräch pro Monat statt. Bei Fragen können Studierende die Betreuenden zusätzlich per E-Mail kontaktieren.
Interessiert? Bitte kontaktieren Sie vpl.rp@tu-dortmund.de, Sascha von Behren oder Justin Hayse Tang.
Nur als Masterarbeit geeignet
Diese Arbeit untersucht, ob öffentliche Ladeinfrastruktur für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Räume in der Metropole Ruhr gleichermaßen erreichbar ist. Im Mittelpunkt steht die räumliche Gerechtigkeit der Ladeinfrastrukturversorgung, nicht nur die Gesamtzahl der Ladestationen.
Mögliche Forschungsfragen
Wie gut sind öffentliche Ladestationen zu Fuß, mit dem Auto oder nach Reisezeit erreichbar?
Welche Kommunen und Stadtteile verfügen über einen vergleichsweise eingeschränkten Zugang zu Ladeinfrastruktur?
Hängt die Erreichbarkeit von Ladestationen mit Einkommen, Bevölkerungsdichte, Wohnform, Pkw-Besitz oder weiteren sozio-demografischen Merkmalen zusammen?
Welche Standorte sollten priorisiert werden, um einen gerechteren Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur zu ermöglichen?
Verfügbare Daten
Geodaten zu Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Jahr 2026
Bevölkerungs- und soziodemografische Daten für die Metropole Ruhr
Straßennetz-, Flächennutzungs- und gegebenenfalls Daten zum öffentlichen Verkehr
Erwartete Kenntnisse und Ergebnisse
Interesse an Verkehrsgerechtigkeit, Erreichbarkeit, GIS oder nachhaltiger Mobilität
Kenntnisse in GIS und quantitativer Analyse sind sehr hilfreich
Erreichbarkeitsindikatoren, räumliche Gerechtigkeitsanalyse, Karten und Empfehlungen für eine inklusivere Ladeinfrastrukturplanung
Verwandte Referenzen
Yang, X., Peng, Z., Zhuge, C., Tang, J. H. C. G., Ma, R., Wei, B., & Shi, W. (2026). A spatial planning perspective on the global deployment of public electric vehicle charging stations. Cell Reports Sustainability.
Carlton, G. J., & Sultana, S. (2024). Electric vehicle charging equity and accessibility: A comprehensive United States policy analysis. Transportation Research Part D: Transport and Environment, 129, 104123.
Betreuung
Es findet ein Betreuungsgespräch pro Monat statt. Bei Fragen können Studierende die Betreuenden zusätzlich per E-Mail kontaktieren.
Interessiert? Bitte kontaktieren Sie vpl.rp@tu-dortmund.de, Sascha von Behren oder Justin Hayse Tang.
Nur als Masterarbeit geeignet
Dies ist das technisch anspruchsvollste Thema. Die Arbeit untersucht tägliche Daten zu betriebsbereiten und als defekt gemeldeten Ladestationen über einen Zeitraum von zehn Jahren, um räumliche und zeitliche Muster der Zuverlässigkeit von Ladeinfrastruktur zu identifizieren.
Mögliche Forschungsfragen
Wie verteilen sich gemeldete defekte oder nicht verfügbare Ladestationen in den USA zwischen 2015 und 2024?
Sind bestimmte Ladestationstypen, Standorte, Regionen oder Betreiber häufiger von gemeldeten Ausfällen oder längerer Nichtverfügbarkeit betroffen?
Variieren gemeldete Ausfallmuster nach Jahr, Jahreszeit, Urbanisierungsgrad oder sozioökonomischem Kontext?
Welche Implikationen hat die Zuverlässigkeit von Ladestationen für die Planung öffentlicher Ladenetze?
Verfügbare Daten
Tägliche Daten zu betriebsbereiten und als defekt gemeldeten Ladestationen in den USA (2015-2024)
Administrative Geodaten der Vereinigten Staaten
Erwartete Kenntnisse und Ergebnisse
Ausgeprägtes Interesse an Data Science, Programmierung und Verkehrssystemen
Sehr gute Kenntnisse in Python sind erforderlich; Erfahrung mit GIS, Datenbanken, Web Scraping oder maschinellem Lernen ist von Vorteil
Aufbau eines reproduzierbaren Längsschnittdatensatzes, räumlich-zeitliche Analyse sowie Empfehlungen zur Verbesserung der Zuverlässigkeit von Ladeinfrastruktur
Verwandte Referenzen
Keith, D., & Womack, J. (2023). Building and sustaining reliable public EV charging in the United States. Environmental Research Letters, 18(1), 011004.
Betreuung
Es findet ein Betreuungsgespräch pro Monat statt. Bei Fragen können Studierende die Betreuenden zusätzlich per E-Mail kontaktieren.
Interessiert? Bitte kontaktieren Sie vpl.rp@tu-dortmund.de, Sascha von Behren oder Justin Hayse Tang.
Verkehrsmanagement
Die Arbeit untersucht, wie die konkrete räumliche Gestaltung und die alternative Nutzung ehemaliger Parkflächen die öffentliche Akzeptanz von Parkraumreallokationen beeinflussen. Im Mittelpunkt steht der Vergleich verschiedener Nutzungsszenarien, beispielsweise Begrünung, soziale Begegnungsorte sowie Flächen für den Fuß- und Radverkehr, den ÖPNV oder Elektromobilität. Auf Grundlage eines strukturierten Literaturreviews werden relevante Gestaltungselemente und theoretisch begründete Hypothesen identifiziert. Diese werden anschließend im Rahmen einer experimentellen Befragung (z. B. faktorielles Vignettenexperiment mit Visualisierung) empirisch überprüft. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche räumlichen und funktionalen Merkmale die Akzeptanz von Parkraumreallokationen fördern.
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Jacqueline Radzyk, die die Betreuung übernehmen werden.
Die Arbeit analysiert die ökologischen, ökonomischen, sozialen und verkehrlichen Zielkonflikte, die mit der Umwidmung von Parkflächen verbunden sind. Im Rahmen eines systematischen Literaturreviews werden unterschiedliche Transformations- und Verlagerungsszenarien betrachtet, darunter automatisiertes Fahren, Parkhäuser, die Verlagerung von Parkraum in angrenzende Quartiere sowie die Umwandlung von Parkflächen in öffentliche, grüne oder multimodale Räume. Untersucht wird, welche positiven Effekte, etwa Flächengewinne, Aufenthaltsqualität oder ökologische Verbesserungen, mit möglichen negativen Folgen wie zusätzlichem Verkehr, Parksuchverkehr, Überlastungen an Zufahrten oder Fragen der sozialen Gerechtigkeit verbunden sind. Ziel ist eine strukturierte Darstellung der zentralen Zielkonflikte als wissenschaftlicher Beitrag zur Diskussion über eine nachhaltige und sozial ausgewogene Parkraumpolitik.
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Jacqueline Radzyk, die die Betreuung übernehmen werden.
Die Arbeit untersucht, welche individuellen, räumlichen und verkehrlichen Faktoren die Autonutzung von Pendler*innen bestimmen und durch welche Interventionen eine Verlagerung auf nachhaltigere Verkehrsmittel unterstützt werden kann. Zunächst werden auf Grundlage einer Literaturrecherche zentrale Determinanten des Mobilitätsverhaltens identifiziert. Anschließend werden ausgewählte temporäre oder dauerhafte urbane Mobilitätsinterventionen anhand einer Fallstudie systematisch analysiert. Dabei wird untersucht, welche der zuvor identifizierten Determinanten durch die jeweilige Intervention adressiert werden, welche Determinanten unberücksichtigt bleiben und welche Wirkungsannahmen der Intervention zugrunde liegen. Hierfür soll auch auf psychologische Theorien zurückgegriffen werden, etwa der Theory of Planned Behavior, der Persuasion Theory oder Nudging-Ansätzen. Auf dieser Basis werden Verbesserungsvorschläge entwickelt und in einem abschließenden Schritt zu einem Konzept für eine eigene Intervention zur Förderung nachhaltiger Pendelmobilität zusammengeführt. Die Arbeit unterstützt damit die theoretische und konzeptionelle Entwicklung einer Intervention im Rahmen des Projekts F10.
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Jacqueline Radzyk, die die Betreuung übernehmen werden.
– Ein Vorschlag der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg (BVM) –
In Hamburg stehen große Baumaßnahmen an: Im Sommer 2026 wurde die Stresemannstraße für den Einhub der Sternbrücke gesperrt und für den U5-Neubau werden wir zahlreiche Umleitungen einrichten.
Wir bieten Ihnen an, in Ihrer Masterarbeit die Auswirkungen solcher Umleitungen zu untersuchen. Als Datengrundlage können Sie unsere Floating-Car-Daten nutzen (FCD), die kleinräumig und zeitscharf eine Stichprobe aller Fahrzeuge abbilden, z.B. aus Navigationsgeräten.
Wir stellen Ihnen folgende Kernfragen:
- Wie wirken sich Großsperrungen auf den Kfz-Verkehr aus? Wie verändern sich die großräumige Routenwahl, das Verkehrsaufkommen, die Geschwindigkeit?
- Was können wir für die Vorbereitung von Großbaustellen lernen?
- Welche zusätzlichen Erkenntnisse lassen sich aus FCD generieren?
- Wie können wir von der FCD-Stichprobe auf die "echte" Verkehrslage schließen? Können FCD mit anderen Zähldaten kalibriert werden? (könnte ggf. in eine separate Abschlussarbeit ausgegliedert werden)
Dafür geben wir Ihnen folgende Ressourcen:
- Vollwertigen Zugang zu den FCD für Ihre Bearbeitungszeit
- Einarbeitung in die Software zur FCD-Analyse
- Weitere Zähldaten nach Bedarf (aVME, Bedarfszählungen)
- Zugang zum frisch aufgebauten Hamburger Verkehrsmodell
- Eine Stunde Betreuungszeit im Monat
Wir wünschen uns von Ihnen:
- Erste Erfahrung mit großen Datenmengen
- Verständnis für Wechselwirkungen im Verkehrssystem
- Gerne Erfahrung in der Modellierung, auch außerhalb des Verkehrswesens
- Lust daran, methodisches Neuland zu betreten und dabei fachlich und persönlich zu wachsen
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Matthias Cremer-Schulte, die die Betreuung übernehmen werden.
Nur als Masterarbeit geeignet
Hintergrund
Der Tagebau Hambach im Rheinischen Revier steht im Mittelpunkt des Strukturwandels von einer industriell geprägten Region hin zu einer post-fossilen Zukunft. Der Rahmenplan Hambach (2024) sieht vor, die Fläche nach dem Ende des Braunkohleabbaus zu renaturieren und für Tourismus, Erholung und neue wirtschaftliche Nutzungen zu öffnen. Dies stellt die Verkehrsinfrastruktur vor besondere Herausforderungen:
Der Raum ist geprägt durch den Konflikt zwischen industrieller Vergangenheit, ökologischer Renaturierung und zukünftiger touristischen Nutzung. Die Verkehrswende muss hier als Teil des Strukturwandels gedacht werden.
Mögliche Forschungsfragen
- Besucherlenkung und multimodale Anbindung: Wie kann ein nachhaltiges Konzept für die Lenkung von Fuß- und Radverkehr am Einlaufbauwerk der Rheinwassertransportleitung aussehen, dass sowohl die Sicherheit als auch die Attraktivität der Route gewährleistet?
- Besucherlenkung in Naturräumen: Wie kann ein nachhaltiges Konzept für die Lenkung von Fuß-, Rad- und Reitverkehr auf der Sophienhöhe aussehen und einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten? Wie weit kann das Wegenetz unter Beachtung der betrieblichen Notwendigkeiten reduziert werden, ohne an Funktionalität zu verlieren?
- Leistungsfähigkeit der Infrastruktur: Welche Kapazitäten müssen die geplanten Verkehrswege (z. B. in den Bereichen zwischen den Tagebauen) aufweisen, um den erwarteten Besucherverkehr bis 2027 und darüber hinaus zu bewältigen – und wie lassen sich Engpässe vermeiden?
- Integration in den ÖPNV: Wie können Anknüpfungspunkte an das bestehende ÖPNV-Netz gestaltet werden, um eine barrierefreie und umweltfreundliche Erreichbarkeit des ehemaligen Tagebaus zu sichern? Welche zusätzlichen Möglichkeiten würde ein autonomes ÖPNV-Angebot eröffnen? Weiterführend: Unter welchen sozioökonomischen und verkehrlichen Rahmenbedingungen wäre der Ausbau von ÖPNV-Anbindungen im Bereich des Tagebaus Hambach (z. B. Haltestellen an der Sophienhöhe) kostendeckend und nachhaltig umsetzbar? Wie lassen sich kritische Besucherschwellwerte und Finanzierungsmodelle (z. B. öffentliche Förderung, Nutzergebühren oder Public-Private-Partnerships) identifizieren, um die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz solcher Maßnahmen zu bewerten?
- Modellierung von Verkehrsszenarien: Welche Methoden (z. B. agentenbasierte Simulationen oder GIS-gestützte Analysen) eignen sich, um die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Verkehrsarten (Fuß, Rad, ÖPNV, Individualverkehr) im Bereich des Tagebaus Hambach abzubilden?
- Ankommen im Neuland: Wie kann der ruhende Verkehr optimal und flächeneffizient gestaltet werden und welche Rolle spielt die Gestaltung der verschiedenen Zuwegungen? Ist die Entwicklung eines Parkleitsystems eine effiziente Lösung?
Rahmenbedingungen
- Zeitraum: Bearbeitung bis Oktober 2027
- Datenbasis: Zugang zu GIS-Daten und Verkehrszählungen (vorhandene Erhebungen des Betreibers und der Region)
- Praktische Unterstützung: Ansprechpartner:innen vor Ort
- Besonderheit: Einblicke in den Strukturwandel im Rheinischen Revier und die Möglichkeit, an einem realen Transformationsprozess mitzuwirken
Was wir uns wünschen
- Interesse an interdisziplinären Wechselwirkungen im Verkehrssystem (z. B. zwischen Tourismus, Ökologie und Infrastruktur)
- Erfahrung in der Modellierung (z. B. Verkehrsmodelle, GIS-Analysen oder Simulationen) auch aus anderen Fachbereichen willkommen
- Lust auf methodisches Neuland: Bereitschaft, innovative Ansätze zu erproben
- Persönliche Motivation, sich in ein komplexes, gesellschaftlich relevantes Thema einzuarbeiten und dabei fachlich wie persönlich zu wachsen
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de.
ÖPNV
Hintergrund und Zielsetzung
Großstädte verfügen neben ihrem Stadtzentrum regelmäßig über weitere Stadtteil- bzw. Ortsteilzentren mit Versorgungsfunktionen. Für eine polyzentrale Stadtstruktur ist daher nicht nur die Erschließung relevant, sondern auch die Verbindung der Zentren untereinander. Wie gut diese Zentren untereinander mit dem ÖPNV erreichbar sind, lässt sich anhand des Verkehrsangebots berechnen. Offen bleibt dabei, ob die Bevölkerung ihre Erreichbarkeit ähnlich einschätzt. So kann ein Zentrum objektiv gut angebunden sein, aber wegen schlechter Umsteigebedingungen oder mangelnder Verlässlichkeit subjektiv als schlecht erreichbar gelten. Diese Abschlussarbeit soll deshalb die rechnerisch ermittelte mit der wahrgenommenen ÖPNV-Erreichbarkeit ausgewählter Zentren vergleichen.
Mögliche Leitfragen
- Wie gut sind ausgewählte Stadtteilzentren mit dem Stadtzentrum beziehungsweise miteinander durch den ÖPNV verbunden?
- Stimmen rechnerisch ermittelte Reisezeiten, Umstiege und Bedienungshäufigkeiten mit der wahrgenommenen Erreichbarkeit dieser Verbindungen überein?
- Wo und in welcher Hinsicht weichen berechnete und wahrgenommene Erreichbarkeit voneinander ab?
Inhalte der Arbeit / Methodischer Rahmen
Sie identifizieren geeignete innergemeindliche Zentren und legen die zu untersuchenden Verbindungen fest. Für die Verbindungen zwischen diesen Zentren berechnen Sie geeignete Merkmale der ÖPNV-Erreichbarkeit, bspw. Reisezeiten, Umstiege und Bedienhäufigkeit. Eine Befragung erfasst, wie Personen aus den untersuchten Räumen die Erreichbarkeit derselben Zentren einschätzen. Anschließend führen Sie beide Perspektiven zusammen, vergleichen die berechneten Angebotsmerkmale mit den Befragungsergebnissen und untersuchen mögliche Abweichungen
Thematische Schwerpunkte / Anforderungen
Innergemeindliche Zentren und Versorgungsfunktionen, GIS-gestützte Analyse von ÖPNV-Verbindungen sowie eine Befragung zur wahrgenommenen Erreichbarkeit
Erwarteter Beitrag
Ihre Arbeit zeigt für ausgewählte Verbindungen zwischen innergemeindlichen Zentren, inwieweit rechnerisch ermittelte und wahrgenommene ÖPNV-Erreichbarkeit übereinstimmen. Sie macht sichtbar, welche Aspekte einer Verbindung durch Angebotskennzahlen erfassbar sind und wo die Einschätzungen der Bevölkerung davon abweichen.
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Mika Matysik, die die Betreuung übernehmen werden.
Hintergrund und Zielsetzung
Regionale ÖPNV-Verbindungen überschreiten häufig kommunale Grenzen. Gleichwohl können entlang kommunaler Grenzen noch deutliche Lücken im ÖPNV-Angebot bestehen. In diesem Kontext setzt sich z. B. der Regionalverband Ruhr für eine stärkere interkommunale Vernetzung des ÖPNV ein. An der Planung sind jedoch mehrere Akteure mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Interessen beteiligt. Die Abschlussarbeit untersucht anhand einer oder mehrerer geplanter bzw. bereits umgesetzter interkommunaler ÖPNV-Maßnahmen, welche Konflikte im Planungsprozess auftreten und wie die Beteiligten damit umgehen.
Mögliche Leitfragen
- Welche Akteure sind an der Planung der ausgewählten Maßnahmen beteiligt und welche Zuständigkeiten übernehmen sie?
- Welche unterschiedlichen Interessen und Planungsvorstellungen treffen im Planungsprozess aufeinander?
- Wie werden daraus entstehende Konflikte bearbeitet
Inhalte der Arbeit / Methodischer Rahmen
Sie wählen eine oder mehrere geplante oder bereits umgesetzte interkommunale ÖPNV-Maßnahmen als Fallstudie aus und zeichnen deren Planungsprozess anhand relevanter Dokumente nach. Dabei untersuchen Sie die beteiligten Akteure, ihre Zuständigkeiten und die im jeweiligen Fall auftretenden Konfliktfelder. Ergänzend können Interviews mit Fachleuten geführt werden, um unterschiedliche Perspektiven auf die Planung und den Umgang mit Konflikten zu erfassen. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Koordination einer städteübergreifenden ÖPNV-Planung ausgewertet
Thematische Schwerpunkte / Anforderungen
Regionale ÖPNV-Planung, institutionelle Zuständigkeiten, interkommunale Abstimmung sowie qualitative Dokumentenanalyse und gegebenenfalls Interviews.
Erwarteter Beitrag
Ihre Arbeit zeigt am Beispiel konkreter Verbindungen, welche Interessen und Zuständigkeiten die regionale ÖPNV-Planung prägen und wie die beteiligten Akteure mit Planungskonflikten umgehen.
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Mika Matysik, die die Betreuung übernehmen werden.
Hintergrund und Zielsetzung
In urbanisierten Räumen liegen viele Städte und Zentren unmittelbar nebeneinander. Für Wege zwischen ihnen ist relevant, ob ÖPNV-Linien über Gemeindegrenzen hinweg weiterführen oder ob dort ein Umstieg erforderlich wird. Zugleich kann sich das Angebot im polyzentralen Raum je nach Relation unterscheiden: Radiale Verbindungen führen zu einem übergeordneten Zentrum, während tangentiale Verbindungen gleichrangige Zentren abseits der radialen Achsen miteinander verknüpfen. Die Abschlussarbeit untersucht an ausgewählten Gemeindegrenzen, wie sich die Angebotsqualität grenzüberschreitender Verbindungen im Vergleich zu innergemeindlichen Verbindungen darstellt und welche Rolle dabei die Verbindungsrichtung spielt. Linienenden und Umstiege werden zur Einordnung auffälliger Unterschiede betrachtet.
Mögliche Leitfragen
- Unterscheidet sich die Qualität vergleichbarer Verbindungen über eine Gemeindegrenze von Verbindungen innerhalb einer Gemeinde?
- Unterscheidet sich die Angebotsqualität radialer und tangentialer ÖPNV-Verbindungen?
- In welchem Maße entstehen durch Linienenden oder Umstiege Brüche in der Verbindung?
Inhalte der Arbeit / Methodischer Rahmen
Sie wählen geeignete Gemeindegrenzen beziehungsweise grenzüberschreitende Korridore in einer polyzentralen Stadtregion wie dem Ruhrgebiet aus. Für diese legen Sie eine begrenzte Auswahl radialer und tangentialer Verbindungen fest, darunter grenzüberschreitende und innergemeindliche Vergleichsfälle. Die Zuordnung der Verbindungen wird zu Beginn der Arbeit nachvollziehbar definiert. Bei der Fallauswahl berücksichtigen Sie insbesondere Entfernung und Bedeutung der verbundenen Zentren, damit nicht offensichtlich ungleiche Wege miteinander verglichen werden. Anhand von Liniennetzen und Fahrplandaten untersuchen Sie für die ausgewählten Verbindungen Reisezeiten, Umsteigeerfordernisse, Bedienhäufigkeit und gegebenenfalls Anschlusszeiten. Ergänzend erfassen Sie, welche Linien die betrachteten Gemeindegrenzen überschreiten und welche in deren Nähe enden. Die Ergebnisse werden sowohl nach interkommunaler Verbindung als auch nach radialer bzw. tangentialer Verbindungsrichtung verglichen. Zuletzt ermitteln Sie auffällige Unterschiede und ordnen diese im untersuchten Netz räumlich ein.
Thematische Schwerpunkte / Anforderungen
ÖPNV-Planung, Besonderheiten polyzentraler Stadtregionen sowie GIS-gestützte Analyse von Netz- und Fahrplandaten. Eine flächendeckende Bewertung des ÖPNV-Netzes im Ruhrgebiet ist nicht Gegenstand der Arbeit.
Erwarteter Beitrag
Ihre Arbeit zeigt, ob und in welcher Hinsicht sich grenzüberschreitende von innergemeindlichen sowie radiale von tangentialen Verbindungen unterscheiden. Zudem zeigen Sie, welche Bedeutung diese Unterschiede für die Angebotsqualität des interkommunalen ÖPNV haben.
Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne unter vpl.rp@tu-dortmund.de oder direkt bei Sascha von Behren oder Mika Matysik, die die Betreuung übernehmen werden.


