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Fernverkehr besser verstehen: Verknüpfung zu Mobilitätsbiografien, Wanderungen, und alltäglichen Wegen (ab 2018)

Long-Distance Society

Projektziele:

Die Entwicklung des Fernverkehrs ist von größter Bedeutung für ein nachhaltiges Verkehrsgeschehen, und sie birgt das Risiko, vielversprechende Trends in der Alltagsmobilität (etwa Peak Car) aufzuheben. Während die Treiber der zunehmenden Nachfrage nach Fernreisen noch relativ wenig verstanden sind, legt die bestehende Forschung nahe, dass einige Faktoren tägliche Wege und Fernreisen in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Zunehmend weisen Forschungsbefunde auf bedeutende selbstverstärkende Dynamiken in Fernreisen auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene, aber auch auf der Mikroebene hin - über den individuellen Lebenslauf sowie über Generationen hinweg. Dies stellt den Startpunkt für das Projekt dar.

 Erstens wird darin der Fernverkehr theoretisch aus einer mobilitätsbiografischen Perspektive konzeptualisiert. Zweitens werden drei Punkte empirisch anhand von drei Datensätzen aus dem UK und Deutschland untersucht:

  1. die 'Mobilitäts-Links' zwischen Urlaubsreisen und Wohnmobilität in drei Generationen in Deutschland
  2. die Verknüpfungen zwischen Wohnbiografie, Migrationshintergrund und Flugverkehr im UK
  3. das Zusammenspiel zwischen Fernreisen und täglichen Wegen auf der individuellen Ebene in Deutschland und im UK.

 Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis von Fernreisen und ihren Verknüpfungen zur täglichen Mobilität und zur Wohnmobilität bei. Darüber hinaus stellen sie wichtige Grundlagen für nachhaltige Verkehrspolitiken bereit.

Methodik:

Methodisch basiert das Vorhaben auf quantitativen Analyse vorhandener Daten. Die verwendeten Analysemethoden umfassen deskriptive Statistiken, Regressionsmodelle, Strukturgleichungsmodelle und Klassifikationstechniken (Clusteranalyse und Latente Klassenanalyse). Die Datensätze beinhalten die Erhebung des Fachgebiets VPL zu Generationsübergreifenden Mobilitätsbiografien sowie ´Understanding Society´und ´National Travel Survey´ im UK.

Fördermittelgeber:

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderkennziffer: SCHE 1692/10-1

Laufzeit:

3 Jahre (Oktober 2018 – September 2021)

 

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.